Kunstausstellung:

Anne Janoschka - Bilder

Maike Orlob-Rothweiler - Stelen

                                                                             

  Etwa 90 Besucher/innen konnte Bürgermeister Manfred Seefeldt zur Vernissage begrüßen.

  Hans-Joachim Klein spielte einige Jazz-Stücke auf der Gitarre. Zur Einführung sprach die Hörfunkjournalistin Dagmar Heyden-Welsch.

Komposition von Bildern und Stelen im Queichtalmuseum

„Unsere unaussprechliche, unsichtbare, in Teilen unbekannte Innenwelt zu erkunden und sie in ihren Werken zu spiegeln, das ist die selbst gewählte Aufgabe der Künstler, in welchem Rahmen die beiden Künstlerinnen Anne Janoschka und Maike Orlob-Rothweiler ihre Bilder und Stelen präsentieren„ zitierte die Herxheimer Hörfunkjournalistin Dagmar Heyden-Welsch bei der Einführung in die Ausstellung  im Queichtalmuseum Offenbach. 

Die äußerst ansprechend arrangierte Kunstpräsentation zeigt zum einen Bilder der Offenbacher Künstlerin Anne Janoschka, die teilweise in mehreren Schichten verschiedener Materialien ausgearbeitet sind. Zerteiltes Papier als Trägermaterial gibt eine erste Struktur, die später mit Farbe überarbeitet wird. Folie benutzt sie als Medium zum übertragen, verteilen und anordnen aber auch entfernen von Farbschichten, bis sie den Farbwert und die Räumlichkeit des Bildes erreicht zu haben glaubt.

Dabei entstehen beschauliche, nuancenreiche Farbräume, die aus hauchdünnen, übereinander gelagerten Farbspuren bestehen und den Betrachter unmittelbar ansprechen. 

„Häutungen“ nenn die Künstlerin zwei Werke, die in ihrem Charakter auf Farbform und Bildgrund reduziert werden und eine Einheit bilden. Der Bildträger bestimmt die Gestalt der Farbe und ihre Ausdehnung. Verbergen und Enthüllen, ein immer wiederkehrendes Geschehen im Spannungsfeld zwischen der Künstlerin und ihrem Werk.  

Andere Arbeiten präsentieren Folie als ästhetisches Material, Andeutungen wie Haut oder zurückgelassene Hüllen geben ihren Kompositionen eine transparente Leichtigkeit.

Ihre plastischen Werke in der selbst entwickelten Technik der Schichtenkompositionen stellen sich als schwebende, bizarre Hüllen aus Papier wie Relikte einer Metamorphose. 

Die architektonisch anmutenden Tonstelen der Landauer Künstlerin Maike Orlob-Rothweiler assoziieren ein ständiges Streben nach oben, während einige, wie etwa die „Grüne Spirale“ eine harmonische Ruhe ausstrahlen.  

Kennzeichnend für ihre Kunst ist der Verzicht auf inhaltliche Bezüge. Strenge Kompositionen aus Quadern werden von lyrisch-abstrakten, fast märchenhaften Objekten abgelöst. Weich und fließend sind die Teile der „Tropfsteinstele“, den Stalagmiten in einer Höhle änhlich, zugleich wie ein Traumbild mit verschwommenen Konturen anmutend, in dem hartes Material weich wird und sich biegt. 

Die Bearbeitung der Flächen und das Spiel mit der Glasur bringen Leben in die Formen und nehmen den direkten, emotionalen Weg von der Künstlerin zu den Betrachtern. Ein effektvolles, ausdrucksstarkes Werk mit dem Titel „Die Bunte“ ist Ausdruck für pure Lebensfreude und ungebrochenen Optimismus. 

Die Werke von Maike Orlob-Rothweiler erlaubt mehrere, auch widersprüchliche Interpretationen, bis hin zur Umkehrbarkeit. Der Betrachter ist aufgefordert zur permanenten Mitarbeit an der Entschlüsselung ihrer Exponate. 

Mit einem Zitat des amerikanischen Künstlers Jonathan Borofsky schloß Dagmar Heyden-Welsch ihre Einführung: „ Es gibt mehr als einen Weg, Kunst zu machen, mehr als einen Weg, um zu leben und glücklich zu sein.“ 

Stimmungsvoll musikalisch untermalt wurde die Ausstellungseröffnung von Hans-Joachim Klein an der Jazz-Gitarre. Beeindruckt von der großen Resonanz war der Vorsitzende des Fördervereins „Queichtalmuseum“ und Bürgermeister Manfred Seefeldt: er konnte immerhin etwa 90 Besucher in der Kulturscheune begrüßen.

Impressionen der Ausstellung:

Im Obergeschoß